Reverse Proxy
Anfragen annehmen, verteilen, im Griff behalten
Backends werden zu Pools zusammengefasst. Für jeden Pool legen Sie fest, nach welchem Verfahren verteilt wird und wie sich die einzelnen Server dabei verhalten.
Verteilverfahren
Vier Wege, ein Backend zu wählen
Welches Verfahren passt, hängt von der Anwendung ab — nicht davon, welches als das modernste gilt.
- Round Robin
- Reihum, gewichtet
- Least Connections
- An den Server mit den wenigsten offenen Verbindungen
- IP Hash
- Feste Zuordnung anhand der Clientadresse
- EWMA
- Nach gleitendem Mittel der Antwortzeiten
Bei EWMA fließt die gemessene Antwortzeit der Backends in die Auswahl ein. Ältere Messwerte verlieren dabei an Gewicht, damit ein Server, der einmal langsam war, nicht dauerhaft übergangen wird.
Je Server
Steuerung einzelner Backends
Ein Pool ist keine Gruppe gleichberechtigter Maschinen. Jeder Server lässt sich einzeln steuern — dauerhaft oder für die Dauer einer Wartung.
- Gewichtung
- Jeder Server bekommt einen Anteil am Verkehr. Ungleiche Maschinen lassen sich ungleich belasten.
- Verbindungsobergrenze
- Ist die Grenze erreicht, wird der Server bei der Auswahl übergangen, statt ihn weiter zu belasten.
- Reserve-Server
- Springt erst ein, wenn kein regulärer Server mehr verfügbar ist.
- Aus dem Verkehr nehmen
- Ein Server bekommt keine neuen Anfragen mehr. Bestehende Verbindungen müssen dafür nicht abgebrochen werden — Wartung ohne Fehlerseite.
- Langsam hochfahren
- Nach einem Neustart steigt der Anteil eines Servers über ein Zeitfenster an, statt sofort voll zu treffen. Ein kalter Cache oder ein noch startender Prozess bekommt keine volle Last.
Gesundheitsprüfung
Ausfall erkennen, bevor Besucher ihn sehen
Die Backends eines Pools werden aktiv geprüft. Zwei Schwellen bestimmen das Verhalten: nach wie vielen fehlgeschlagenen Prüfungen ein Server als ausgefallen gilt, und nach wie vielen erfolgreichen er wieder Anfragen bekommt.
Die zweite Schwelle ist die wichtigere. Ohne sie nimmt ein Server, der gerade wieder antwortet, sofort vollen Verkehr an — und fällt erneut aus.
Sitzungsbindung
Wenn die Anwendung Zustand hält
Anwendungen, die Sitzungsdaten lokal halten, vertragen keine freie Verteilung. Für diesen Fall lässt sich eine Sitzung an ein Backend binden. Die Zuordnung erfolgt über ein Cookie, das der Proxy setzt und wiedererkennt.
Fällt das gebundene Backend aus, wird die Sitzung neu zugeordnet, statt den Besucher auf einen Fehler laufen zu lassen.
Wie sieht Ihr Aufbau aus?
Wie viele Backends, welche Anwendung, welches Verhalten bei Wartung — daraus ergibt sich, ob EdgeWall für Sie passt.
Schreiben Sie an support@itworxx.de. Diese Seite hat kein Kontaktformular und setzt keine Cookies.